06.10.2019

Gott trifft Mensch in Euskirchen

Karl Barth Ausstellung im Ev. Gemeindezentrum vom 11. Oktober bis 3. November

Die Karl-Barth-Ausstellung ist ab 11. Oktober in Euskirchen zu sehen. Prof. Dr. Karl Barth gilt als „Kirchenvater des 20. Jahrhunderts“. Von 1930 – 1934 lehrte er Evangelische Theologie an der Bonner Uni und geriet in die Auseinandersetzung der Evangelischen Kirche mit dem Nationalsozialismus. Als Presbyter der dortigen Evangelischen Kreuzkirchengemeinde entwickelte er zu dieser Zeit die „Barmer Theologische Erklärung“, der wichtigsten theologischen Auseinandersetzung der Evangelischen Kirche mit der Nazi-Ideologie. Barth erhielt schließlich Lehr- und Redeverbot und mußte Deutschland verlassen.

Der Schweizer Hochschullehrer hat seit den 1920er Jahren Generationen evangelischer Theologen geprägt. Barth ist der Hauptautor der „Barmer Theologischen Erklärung“ von 1934, die dem Eindringen des Nationalsozialismus in die evangelische Kirche scharf widersprach. Die Erklärung ist in jedem Evangelischen Gesangbuch hinten abgedruckt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich Karl Barth an den Überlegungen zur Neuorganisation der evangelischen Kirche beteiligt und sich für die Wiederaufnahme ökumenischer Beziehungen zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eingesetzt. Während des Kalten Krieges engagierte er sich für eine Versöhnung der Völker in Ost- und Westeuropa sowie gegen die Wiederbewaffnung der beiden deutschen Staaten und gegen die atomare Aufrüstung.

Auf 16 Tafeln führt die Wanderausstellung durch alle wichtigen Entscheidungen im Leben von Karl Barth. Sie zeigt auch seine theologischen Auseinandersetzungen. Mit Bildern, erläuternden Texten und Zitaten werden den Besuchern ein Einblick in das Leben und das theologische, kirchliche und politische und auch private Handeln Barths gewährt. Die Schau ist Teil des Karl-Barth-Jahres 2019, das von der EKD und dem Reformierten Bund veranstaltet wird.

Die Wanderausstellung „Karl Barth 2019. Gott trifft Mensch“ ist von Freitag, 11. Oktober, bis Sonntag, 3. November 2019, im Foyer des Gemeindezentrums Euskirchen, Kölner Straße 41, zu sehen.

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